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Welche Familiennamen findet man in Europa am häufigsten?

Onomastic - Carte de l'europe

Ein Linguist aus Tschechien hat eine Liste der häufigsten europäischen Familiennamen erstellt und sie übersetzt.

Sein Fachgebiet ist die Namensforschung oder Onomatologie, ein faszinierender Teilbereich der Linguistik, der sich mit dem Ursprung von Eigennamen beschäftigt. Er erstellte also eine Übersicht der häufigsten Namen in den europäischen Ländern und deren jeweiliger Bedeutung.

Die Legende der Farben auf dieser Übersicht hier oben basiert auf der folgenden Verteilung:

  • rot - Namen mit einem Bezug zu einer Eigenschaft des Namensträgers (qualitativ, wie groß oder neu)
  • braun - Namen basierend auf Berufen (oft der des Vaters)
  • blau - Namen auf Basis eines Vornamens der väterlichen Linie
  • türkis - Namen basierend auf einem Herkunftsort
  • grün - Namen in Bezug zu einem natürlichen Objekt

Ein einziges Land passt nicht in diese Kategorien, Frankreich, hier also in schwarz. Wir erfahren unter anderem, dass der häufigste Name in Frankreich Martin ist, der von Mars, dem Kriegsgott, abstammt.

Hier die Namen und ihre Bedeutung in den Ländern:

  • Deutschland und Schweiz: Müller - die Bedeutung ist hier offensichtlich, der Beruf
  • Albanien: Kelmendi - aus Kelmendi stammend
  • Österreich: Gruber - Minenarbeiter, oder aus Grub stammend
  • Belgien: Peeters von Petrus, Stein und Dubois, aus dem Walde kommend
  • Bosnien-Herzegowina: Hdzic - Sohn eines Fischers
  • Bulgarien, Estland und Weißrussland: Ivanov - von Ivan (Johann)
  • Kroatien: Hörvat - Kroate Dänemark: Nielsen - Sohn des Nils
  • Spanien: García - Bär (baskisch) oder jung
  • Estland: Tamm - Eiche
  • Finnland: Korhonen - schwerhörig
  • Frankreich: Martin - von Mars (römischer Gott)
  • Griechenland: Papadopoulos - Sohn des Priesters
  • Ungarn: Nagy - groß
  • Irland: Murphy - Nachfahre des Murchadh (Krieger des Meeres)
  • Island: der Name basiert auf dem Vornamen des Vaters
  • Italien: Rossi – rot
  • Lettland: Berzins - kleine Birke
  • Litauen: Kazlauskas - aus Kozlow oder Kozlowo stammend
  • Luxembourg: Schmit - Schmied
  • Mazedonien: Stojanovski - Sohn des Stojan
  • Moldawien: Rusu - Russe
  • Montenegro: Popovi´´c - Sohn eines Priesters
  • Norwegen: Hansen - Sohn des Hans
  • Niederlande: De Jong - der Junge
  • Polen: Nowak - neuer Mann
  • Portugal; Silva - Wald
  • Tschechien und Slowenien: Nowak - neuer Mann
  • Rumänien: Popa – Priester
  • UK: Smith - Schmied
  • Russland: Smirnov - ruhig
  • Serbien: Jovanovic - Sohn Jovans
  • Slowakei: Horvath - Kroate
  • Schweden: Andersson - Anders Sohn
  • Schweiz: Biancchi - weiß
  • Türkei: Yilmaz - tapfer
  • Ukraine: Melnyk - Müller

Da wir nicht alle europäischen Sprachen sprechen können, aus denen die Familiennamen stammen, hat Jakub Marian eine zweite Übersicht erstellt, mit der englischen Übersetzung der Namen und der Etymologie jedes Namens.

Onomastic - Carte 2

Der Linguist verweist auf einige Besonderheiten, zum Beispiel sind "echte" Familiennamen in Island eher rar. Die Einwohner des Landes verwenden noch ein altes nordisches System, bei dem der Vorname des Vaters zum Familiennamen des Kindes wird. Im Allgemeinen sieht dies dann so aus: Der Familienname eines Mannes, dessen Vater Jón heisst, lautet dann Jónsson, wörtlich Jóns Sohn.

In anderen nordischen Ländern findet man noch Spuren dieses Systems. Nachnamen die auf "-son" enden, finden sich oft, sind aber mittlerweile zu Familiennamen geworden.

Ein anderer interessanter Aspekt sind die Länder, in denen Bevölkerungsgruppen mit sehr unterschiedlichen Sprachen leben. So zum Beispiel in Belgien, wo man unter vor allem Flämisch und Französisch spricht. Bei der französischsprachigen Bevölkerung ist der Name Dubois (aus dem Wald) am häufigsten vertreten, bei den flämisch sprechenden Belgiern ist der Name Peeters (von Stein) am weitesten verbreitet.

Ähnliches findet man in Estland mit russischen und estnischen Namen, sowie in der Schweiz. In dem letztgenannten Land konzentrierte sich der Forscher aus die deutsch- und italienischsprachige Bevölkerung, da ihm nicht ausreichend Daten für den französischsprachigen Teil zur Verfügung standen. Es fehlten ebenfalls statistische Daten für eine Untersuchung der Familiennamen im Kosovo und auf Zypern.

Quelle: Die häufigsten Nachnamen in den europäischen Ländern